Taxi Teheran

Land/Jahr Iran 2015
Regie Jafar Panahi
Darsteller Jafar Panaji u.a.
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Ein DVD-Händler, zwei Damen mit Fischglas und ein vorlautes Mädchen sind nur einige Gäste, die der mit Berufsverbot gestrafte Regisseur Jafar Panahi in sein Taxi bittet. Bei der heimlich gefilmten Fahrt durch die iranische Hauptstadt entsteht so mit Witz und Courage ein vielschichtiges Gesellschaftsporträt, das auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde.

 

Ein Taxi fährt durch die Straßen Teherans, auf dessen Armaturenbrett eine Kamera installiert ist. Am Steuer sitzt der mit einem Berufsverbot belegte iranische Regisseur Jafar Panahi. Während unterschiedliche Fahrgäste ein- und aussteigen, kommt es zu Gesprächen und kleinen dramatischen Szenen, die die politische und gesellschaftliche Realität im Iran beschreiben: Themen wie Zensur, Geschlechterungleichheit, Armut, Aberglaube und die Scharia. Trotz der begrenzten Mittel erweitert Panahi beständig den Raum seines mobilen Filmstudios. Beeindruckendes Dokument einer politischen Zwangslage, aber auch eine Feier des Kinos als Möglichkeitsraum. 

Kinotipp der katholischen Filmkritik 289/Juli 2015
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