Mein Herz tanzt

Land/Jahr Israel/Deutschland 2014
Regie Eran Riklis
Darsteller Tawfeek Barhom, Razi Gabareen, Ali Suliman, Yaël Abecassis, Marlene Bajali u.a.
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 12

Der hochbegabte Eyad wird als erster Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen. Durch ein Sozialprojekt kommt er mit dem schwerkranken Israeli Yonatan in Kontakt, der Eyad die Freundschaft anbietet und ihn für die unbekannte (Pop-)Kultur begeistert. Hochaktuelles Kino mit emotionalem wie politischem Tiefgang, das von dem konfliktbeladenen Mit- und Nebeneinander von Juden und Arabern in Israel handelt. 

Ein israelischer Palästinenser wird als erster Araber an einer Eliteschule in Jerusalem akzeptiert, wo er sich gegen Vorurteile und Schikanen behaupten muss. Die Freundschaft zu einem todkranken Israeli weitet seinen Blick und stärkt gar sein israelisch-palästinensisches  Selbstbewusstsein. Als er sich in eine jüdische Mitschülerin verliebt, nimmt seine hoffnungsvolle Schulkarriere eine entscheidende Wende. Die berührende, mitunter auch humorvolle Parabel nutzt das Erzählmuster der Selbstfindung eines jugendlichen Helden, um mit viel Feingefühl von der vertrackten Koexistenz der verfeindeten Völker zu erzählen. Regisseur Riklis vermeidet dabei  sonst übliche Stereotype und hält meisterhaft die Balance zwischen Leichtigkeit und Drama.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 284/Mai 2015

Film des Monats – Mai 2015